Auch das noch

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Der lange Weg von Pumpen aus den USA

Zur Reparatur meines Schiffes, der Baharii, hatte ich einen Auftrag an die Firma Nautrinox (alle Namen geändert) vergeben, da Herr Tonger mehr als 6 Wochen Lieferzeit für das Besorgen bestimmter Teile aus den USA prophezeite. Also habe ich versucht die Teile schneller zu beschaffen. Damals ging ich noch davon aus, vor Weihnachten wieder im Wasser zu sein (schöner Trugschluss). Und jetzt wird’s spaßig! Ein Teil der Ware war auch am 21.12. da, aber ein anderer Teil lag in Madrid im Zoll und wurde dort nicht freigegeben. Ich vermute, das Zoll-Formular ist an Club Ticonau gesendet worden und dort verschollen, man ist in Spanien, dort ist alles möglich. Diese Erfahrung habe ich im Folgenden noch oft machen dürfen. Dort, also beim Zoll, anzurufen hatte zur Folge, dass ein Automat, in sicherlich schönem Spanisch, von einem Sachen wollte — aber ich verstand kein Wort. Und alle spanisch-sprechende Hilfe war im Weihnachtsurlaub. Also im Januar wurde wieder gearbeitet, und Herr Jabor von ABCmed hat resolut beim Zoll angerufen, sich dann von mir Kopien vom Kaufvertrag Schiff, vom Reisepass, von der Rechnung der Pumpen (die Hauptdarsteller) geben lassen, und ich bin davon ausgegangen, die Ware würde nun umgehend hier ankommen. Jeden Tag über die Tracking Nr. nachgesehen, keine Veränderung. Na ja, eine Woche und dann wieder zu ABCmed, Lapau (auch ABCmed) kam zu mir aufs Schiff, um sich die gleichen Unterlagen noch einmal ausdrucken zu lassen. Dieses Mal sogar mit Stempel sail4dive, sie sagte sie würde diese nach Madrid faxen — Hoffnung. Wieder 5 Tage Tracken ohne Veränderung. Zu Lapau, es war Freitagnachmittag, sie holt die Unterlagen aus einem Umschlag, telefoniert 30 Minuten mit Madrid, kein Wort verstanden, und sendet dann, ich vermute das erste Mal, schnell die Unterlagen per Fax zum Zoll. Dieses Mal bin ich sicherheitshalber dabeigeblieben. Montag Tracken, Dienstag Tracken und es tut sich was. Die Ware bewegt sich. Mittwoch in einem Flieger, Donnerstag in den USA, es kommt schon mal vor, dass die Tracker spinnen. Und am Freitag ist die Ware in Empfang genommen worden. Na ja, ich Montag hoffnungsvoll ins Hafenbüro in der Annahme hier hätte man mein Paket in Empfang genommen, aber Trugschluss, nein, hier hätte keiner etwas angenommen. Bis zum Sonnenaufgang in den USA gewartet und Tari angerufen, ja die Pumpen seien wieder da. 1/2 Tag lang überlegt, was zu tun ist. Ich habe Tari dann am selben Tag (hier nachts) dazu bewegen können, auf ihre Kosten die Pumpen nach Florida, zu meinem Postfach bei MyUS zu senden. MyUS ist in der Lage, vernünftige Exportpapiere zu erstellen und einen schnellen Versand zu organisieren. 4 Tage später Empfangsbestätigung bei MyUS, Umgehend den Versand nach Mallorca eingeleitet und 2 Tage später waren die Pumpen wieder im Flieger — Richtung Madrid. Na ja, übers Wochenende wird sich dann beim Zoll auch nichts tun. Montags drauf ein Anruf von LDH, man ließ sich meine Reisepassnummer geben, Nato-Alphabet kannten sie nicht, na ja, es wird schon richtig sein. Passiert ist nichts, ich rufe diese Nummer, einer der Vorteile von Mobiltelefonen, zwei Tage später an, da hätten wir uns missverstanden, man bräuchte die Kopie meine Passes, warum nicht gleich? Ich bekomme eine Mail von LHD, auf die ich dann nur antworten muss (hätte ich meinen Reisepass zu info@lhd.com senden sollen???). Also den Pass, er liegt schon als pdf auf dem Rechner, und ab per Mail nach Kuala Lumpur, denn dort sitzt Sanasu von LHD. Zwei Tage später soll das LHD-Auto mit dem Paket im Hafen gewesen sein, um 18h44, aber das Büro sei geschlossen gewesen. War es, auf mein Nachfragen hin, aber nicht. Heute den Betrag von 368,03Euro im Büro hinterlegt und hoffe, dass die Pumpen morgen oder übermorgen oder überhaupt geliefert werden.

Wenn Sie bis hier-her-gekommen sind, werden Sie sich fragen: „Hat der denn nichts Besseres zu tun, als so einen Blödsinn zu schreiben?“ Ja, habe ich, aber etwas zum Schmunzeln für die Webseite, und damit ihr es nicht nachahmen braucht, war es mir wert.

Das Seglerleben hält viele Überraschungen bereit,
Euer Skipper
Werner

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